Geschrieben von: Dr. Attila Halász - MSc., MoM - Ärztlicher Direktor der Klinik, Zahnarzt, Kieferchirurg
Wer viele oder alle Zähne verloren hat, wünscht sich vor allem eines: schnell wieder feste Zähne im Alltag. Genau hier setzt das All-on-4 Konzept an – mit einer Lösung, die es in vielen Fällen ermöglicht, bereits am Behandlungstag wieder mit festen Zähnen nach Hause zu gehen.
Wir begleiten Sie dabei Schritt für Schritt durch den gesamten Ablauf – von der ersten Beratung über den Eingriff bis hin zum endgültigen Zahnersatz. So wissen Sie von Anfang an, was auf Sie zukommt und wie die einzelnen Phasen ineinandergreifen.
Der Ablauf gliedert sich in mehrere aufeinander abgestimmte Schritte:
Eine All-on-4 Behandlung folgt einem klar strukturierten Ablauf. Die einzelnen Schritte bauen aufeinander auf und führen von der ersten Abklärung bis zum endgültigen Zahnersatz.
Typischerweise umfasst die Behandlung folgende Schritte:
Die Erstberatung und die individuelle Behandlungsplanung sind bei uns ein zentraler Bestandteil der All-on-4 Behandlung. In diesem Schritt erfassen wir nicht nur die Ausgangssituation, sondern klären auch, welche Erwartungen der Patient an seine neuen festen Zähne hat.
Auf Basis einer präzisen Diagnostik – zum Beispiel mit OPG- oder DVT-Aufnahmen – planen wir die gesamte Behandlung im Detail. Wir legen fest, ob All-on-4 im konkreten Fall sinnvoll ist, wie die Implantate positioniert werden und wie der weitere Ablauf organisiert ist.
So entsteht von Anfang an ein klarer Plan, der Sicherheit gibt und alle nächsten Schritte nachvollziehbar macht.
Eine All-on-4 Behandlung ist nicht in jeder Ausgangssituation die passende Lösung. Entscheidend ist vor allem, ob genügend stabiler Kieferknochen vorhanden ist, um die Implantate sicher zu verankern. Ist der Knochen stark zurückgegangen, kann ein vorheriger Knochenaufbau notwendig sein oder es wird eine andere Versorgungsform gewählt.
Auch bestimmte gesundheitliche Faktoren können gegen eine sofortige Implantation sprechen. Dazu gehören zum Beispiel schlecht eingestellter Diabetes, schwere Allgemeinerkrankungen oder eine eingeschränkte Wundheilung.
Ein weiterer Punkt ist die Mundhygiene und die Bereitschaft zur Nachsorge. Da es sich um eine festsitzende Lösung handelt, ist eine konsequente Pflege und regelmässige Kontrolle entscheidend für den langfristigen Erfolg.
Ob All-on-4 im konkreten Fall geeignet ist, lässt sich daher immer nur im Rahmen einer individuellen Abklärung beurteilen.
Vor dem eigentlichen Eingriff erfolgt eine genaue diagnostische Abklärung und gezielte Vorbereitung. Dabei erfassen wir alle relevanten Informationen, um die Implantation sicher und planbar durchführen zu können.
In der Regel gehören dazu OPG- oder DVT-Aufnahmen, mit denen wir die Knochensituation, Nervenverläufe und anatomischen Gegebenheiten exakt beurteilen. Auf dieser Basis wird die Position der Implantate präzise festgelegt und der Eingriff im Detail vorbereitet.
Je nach Ausgangssituation kann es notwendig sein, entzündete Zähne zu entfernen oder das Zahnfleisch vorab zu behandeln. Auch organisatorische Punkte wie Termine, Ablauf am Behandlungstag und Verhalten vor dem Eingriff werden im Voraus klar definiert.
So stellen wir sicher, dass am Behandlungstag alles vorbereitet ist und der Eingriff strukturiert und effizient ablaufen kann.
Für eine sichere Planung führen wir in der Regel folgende Untersuchungen durch:
Am Behandlungstag erfolgt der eigentliche Eingriff, bei dem die Implantate eingesetzt werden. Die Behandlung wird in der Regel unter lokaler Betäubung durchgeführt, auf Wunsch auch in Sedierung, sodass der Eingriff für den Patienten möglichst angenehm verläuft.
Zunächst werden – falls erforderlich – verbleibende, nicht erhaltungswürdige Zähne entfernt. Anschliessend setzen wir die Implantate gezielt in den Kiefer ein. Beim All-on-4 Konzept werden die hinteren Implantate in einem bestimmten Winkel positioniert, um den vorhandenen Knochen optimal zu nutzen und auf zusätzliche Knochenaufbauten verzichten zu können:
Direkt im Anschluss wird ein festsitzender provisorischer Zahnersatz eingesetzt. So verlässt der Patient die Praxis noch am selben Tag mit festen Zähnen und kann den Alltag schnell wieder aufnehmen.
Der gesamte Eingriff dauert je nach Ausgangssituation mehrere Stunden und wird von uns Schritt für Schritt geplant und begleitet.
Die All-on-4 Operation führen wir unter lokaler Betäubung durch, sodass der Eingriff in der Regel schmerzfrei verläuft. Auf Wunsch bieten wir auch eine Sedierung an, damit die Behandlung für den Patienten möglichst entspannt ist.
Nach dem Eingriff können in den ersten Tagen Schwellungen, ein Druckgefühl oder leichte Schmerzen auftreten. Diese lassen sich jedoch meist gut mit üblichen Schmerzmitteln kontrollieren und klingen in der Regel nach kurzer Zeit wieder ab.
Wie stark die Beschwerden ausfallen, hängt von der individuellen Ausgangssituation und dem Umfang des Eingriffs ab. Durch eine sorgfältige Planung und eine schonende Durchführung halten wir die Belastung für den Patienten so gering wie möglich.
Das All-on-4 Konzept ist so ausgelegt, dass wir die Implantate und einen festsitzenden provisorischen Zahnersatz direkt am selben Tag einsetzen können. Entscheidend dafür ist eine präzise Planung im Vorfeld und eine stabile Verankerung der Implantate im Kiefer.
Durch die spezielle Positionierung – insbesondere der schräg eingesetzten hinteren Implantate – nutzen wir den vorhandenen Knochen optimal aus. So können wir in vielen Fällen auf zusätzliche Knochenaufbauten verzichten und den Ablauf deutlich verkürzen.
Der eingesetzte Zahnersatz ist zunächst eine provisorische, aber festsitzende Lösung. Er ist im Alltag direkt nutzbar – bis die Implantate vollständig eingewachsen sind und die definitive Versorgung eingesetzt werden kann.
Ob dieses Vorgehen im konkreten Fall möglich ist, prüfen wir bereits im Rahmen der Diagnostik und Planung.
Die eingesetzten Zähne sind direkt nach dem Eingriff festsitzend und im Alltag nutzbar. Dennoch handelt es sich zunächst um einen provisorischen Zahnersatz, mit dem wir die Implantate während der Einheilphase gezielt schützen.
In den ersten Wochen empfehlen wir, die Belastung bewusst zu reduzieren. Harte oder sehr feste Lebensmittel sollten vermieden werden, damit die Implantate in Ruhe einheilen können.
Sobald die Implantate stabil verankert sind, folgt die definitive Versorgung – ausgelegt für die volle Dauerbelastung im Alltag.
Nach dem Eingriff beginnt die Einheilphase, in der die Implantate fest mit dem Kieferknochen verwachsen. In dieser Zeit passen sich Knochen und Gewebe schrittweise an, sodass eine stabile Basis für den endgültigen Zahnersatz entsteht.
Mit dem eingesetzten provisorischen Zahnersatz ist der Alltag bereits möglich. Gleichzeitig achten wir darauf, die Implantate in dieser Phase nicht übermässig zu belasten, damit die Einheilung optimal verlaufen kann.
Die Dauer der Einheilphase hängt von der individuellen Ausgangssituation ab, beträgt aber in der Regel mehrere Wochen bis wenige Monate. Während dieser Zeit begleiten wir den Verlauf mit gezielten Kontrollen und stellen sicher, dass alles wie geplant heilt.
Erst wenn die Implantate vollständig stabil eingeheilt sind, erfolgt der nächste Schritt – die Anfertigung und das Einsetzen des endgültigen Zahnersatzes.
In der Heilungsphase ist es entscheidend, die Implantate nicht unnötig zu belasten und den Heilungsprozess aktiv zu unterstützen. Mit dem provisorischen Zahnersatz ist der Alltag zwar möglich, dennoch gibt es einige Punkte, auf die wir gezielt achten.
In den ersten Wochen sollte die Kaubelastung bewusst niedrig gehalten werden – besonders feste, harte oder klebrige Speisen können die Verankerung der Implantate mechanisch beeinträchtigen.
Zusätzlich sollte auf Rauchen möglichst verzichtet werden, da es die Durchblutung verschlechtert und die Einheilung negativ beeinflussen kann. Eine sorgfältige Mundhygiene ist gleichzeitig besonders wichtig, um Entzündungen zu vermeiden.
Wir geben dem Patienten für diese Phase klare Verhaltenshinweise mit, sodass die Heilung möglichst komplikationsfrei verläuft und die Grundlage für den endgültigen Zahnersatz optimal entsteht.
Den endgültigen Zahnersatz setzen wir erst ein, wenn die Implantate vollständig und stabil eingeheilt sind. Erst dann ist eine dauerhafte, voll belastbare Versorgung sinnvoll.
Wie lange dieser Prozess dauert, hängt von der individuellen Knochensituation und dem Heilungsverlauf ab – in der Regel sind es einige Wochen bis wenige Monate.
Sobald die Implantate ausreichend stabil sind, beginnen wir mit der Anfertigung des endgültigen Zahnersatzes. Dabei achten wir nicht nur auf Funktion und Stabilität, sondern auch auf Ästhetik und Passgenauigkeit.
Nach dem Einsetzen des endgültigen Zahnersatzes ist die Behandlung abgeschlossen und die Zähne sind dauerhaft für die volle Belastung im Alltag ausgelegt.
Das Provisorium übernimmt eine Schutzfunktion: Es hält die Implantate in der Heilungsphase stabil und sorgt gleichzeitig dafür, dass der Patient im Alltag nicht auf feste Zähne verzichten muss. Es ist funktional ausgelegt, aber nicht für eine dauerhafte Belastung konzipiert.
Der endgültige Zahnersatz wird dagegen individuell und deutlich präziser gefertigt. Wir passen Form, Biss und Ästhetik exakt an die Situation des Patienten an, sodass ein natürliches Erscheinungsbild und eine stabile Funktion entstehen.
Auch bei den Materialien gibt es Unterschiede: Während das Provisorium meist aus leichteren, weniger belastbaren Werkstoffen besteht, verwenden wir für den endgültigen Zahnersatz hochwertige und langlebige Materialien.
Der grösste Unterschied liegt jedoch in der Dauerhaftigkeit: Der endgültige Zahnersatz ist für den langfristigen Einsatz ausgelegt und hält den täglichen Belastungen dauerhaft stand.
Auch nach dem Einsetzen des endgültigen Zahnersatzes begleiten wir den Patienten weiter. Regelmässige Kontrollen sind ein wichtiger Bestandteil der Behandlung, um die Funktion der Implantate langfristig zu sichern.
Bei diesen Terminen überprüfen wir den Sitz des Zahnersatzes, die Stabilität der Implantate und den Zustand des Zahnfleisches. So lassen sich mögliche Probleme frühzeitig erkennen und gezielt behandeln.
Zusätzlich empfehlen wir eine konsequente Mundhygiene und – je nach Situation – regelmässige professionelle Zahnreinigungen. Damit tragen wir gemeinsam dazu bei, Entzündungen zu vermeiden und die Lebensdauer der Versorgung zu verlängern.
Durch eine strukturierte Nachsorge stellen wir sicher, dass das Ergebnis langfristig stabil bleibt und die festen Zähne zuverlässig im Alltag funktionieren.
Der eigentliche Eingriff erfolgt in der Regel an einem Tag. Die gesamte Behandlung erstreckt sich jedoch über einen längeren Zeitraum.
Von der ersten Beratung bis zum endgültigen Zahnersatz vergehen meist mehrere Wochen bis wenige Monate. Ausschlaggebend ist dabei vor allem die Einheilphase, in der sich die Implantate stabil mit dem Kieferknochen verbinden.
Damit von Anfang an Klarheit besteht, planen wir den gesamten Ablauf im Voraus und besprechen alle Schritte im Detail. So kann der Patient die Behandlung realistisch einordnen und sich entsprechend darauf vorbereiten.
Die All-on-4 Behandlung ermöglicht es, feste Zähne in kurzer Zeit zu erhalten – oft bereits am Tag des Eingriffs. Gleichzeitig ist der gesamte Ablauf klar strukturiert und erstreckt sich von der ersten Beratung bis zum endgültigen Zahnersatz über mehrere Wochen bis wenige Monate.
Entscheidend für ein stabiles und langfristiges Ergebnis sind eine präzise Planung, eine sorgfältige Durchführung und eine konsequente Nachsorge. Jeder Schritt baut auf dem vorherigen auf und trägt dazu bei, dass die Implantate sicher einheilen und der Zahnersatz dauerhaft funktioniert.
Wir begleiten den Patienten durch den gesamten Ablauf – von der ersten Abklärung bis zur fertigen Versorgung. So entsteht eine Lösung, die im Alltag zuverlässig funktioniert und langfristig überzeugt.
Der Eingriff selbst erfolgt meist an einem Tag. Bis zum endgültigen Zahnersatz vergehen jedoch mehrere Wochen bis wenige Monate – abhängig von der Einheilphase, die wir im Vorfeld individuell einschätzen.
Ja. Direkt nach dem Einsetzen der Implantate setzen wir in vielen Fällen feste provisorische Zähne ein. Diese sind sofort nutzbar und werden später durch den endgültigen Zahnersatz ersetzt.
Den Eingriff führen wir unter Betäubung oder auf Wunsch in Sedierung durch, sodass während der Behandlung in der Regel keine Schmerzen entstehen. Danach können leichte Beschwerden auftreten, die meist nach wenigen Tagen wieder abklingen.
Die Behandlung umfasst mehrere Termine: Erstberatung, Diagnostik, den Operationstag sowie Kontrollen während der Einheilphase. Den endgültigen Zahnersatz setzen wir in einem späteren Termin ein.
In den ersten Tagen stehen Heilung und Abschwellen im Vordergrund. Anschliessend stabilisieren sich die Implantate im Kieferknochen. Die vollständige Einheilung dauert in der Regel mehrere Wochen bis wenige Monate und wird von uns eng begleitet.
Nicht jede Ausgangssituation ist dafür geeignet. Einschränkungen bestehen zum Beispiel bei stark reduziertem Knochenangebot, unbehandelten Entzündungen oder bestimmten Erkrankungen. Ob All-on-4 sinnvoll ist, klären wir immer individuell im Rahmen der Diagnostik.
All-on-4 ist ein etabliertes Behandlungskonzept. Entscheidend für ein stabiles Ergebnis sind eine präzise Planung, eine fachgerechte Durchführung und eine konsequente Nachsorge, die wir während des gesamten Ablaufs sicherstellen.
Unsere Patientenkoordinatoren stehen bereit, um Ihre Anfragen zu beantworten und Ihnen bei jeglichen Anliegen behilflich zu sein. Sei es die Terminvereinbarung, Fragen zu Zahnproblemen oder Informationen zu unseren Preisen - wir sind gerne für Sie da.
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