Geschrieben von: Dr. Béla Kovács - Kieferchirurg, Allgemeine Zahnarzt
Ein Zahnimplantat lässt sich nach dem Zahnziehen nicht in jedem Fall zum gleichen Zeitpunkt einsetzen. Wann es möglich ist, hängt davon ab, warum der Zahn entfernt wurde, wie stabil der Knochen ist und ob eine Entzündung vorliegt.
Bei Zahnimplantat Experten klären wir das möglichst schon vor der Zahnentfernung. So können wir frühzeitig planen, welcher Zeitpunkt sinnvoll ist und wie sich das Zahnfach für ein späteres Implantat erhalten lässt.
In diesem Ratgeber erklären wir, wann ein Implantat direkt nach dem Zahnziehen infrage kommt, wann eine Wartezeit besser ist und wie der Ablauf bis zur definitiven Krone aussieht.
Ein Zahnimplantat kann nach dem Zahnziehen zu unterschiedlichen Zeitpunkten eingesetzt werden. Manchmal ist eine Sofortimplantation direkt nach der Zahnentfernung möglich. In anderen Fällen warten wir einige Wochen, bis das Zahnfleisch abgeheilt ist. Liegt eine Entzündung oder ein Knochendefekt vor oder ist ein grösserer Knochenaufbau nötig, kann die Wartezeit mehrere Monate betragen.
Für die Entscheidung reicht nicht nur der Zeitpunkt der Zahnentfernung. Wir beurteilen vor allem, ob das Implantat im Knochen stabil verankert werden kann und ob sich die spätere Krone oder Brücke sinnvoll planen lässt. Auch die Lage des Zahns spielt eine Rolle: Ein einzelner Schneidezahn stellt andere Anforderungen als ein Backenzahn mit starker Kaubelastung.
| Zeitpunkt | Wann möglich? | Typische Situation |
|---|---|---|
| Sofortimplantation | direkt nach dem Zahnziehen | genug stabiler Knochen, keine starke Entzündung |
| Frühimplantation | nach einigen Wochen | Zahnfleisch und Weichgewebe sollen zuerst abheilen |
| Spätimplantation | nach mehreren Monaten | Entzündung, Knochendefekt oder Knochenaufbau nötig |
Welche Variante im Einzelfall passt, hängt vom Befund ab. In den nächsten Abschnitten gehen wir die Möglichkeiten durch: zuerst die Sofortimplantation, dann die Fälle, in denen eine Wartezeit sinnvoller ist.
Ja, in geeigneten Fällen kann ein Implantat direkt nach dem Zahnziehen gesetzt werden. Diese Methode nennt man Sofortimplantation. Dabei entfernen wir den Zahn und setzen das Implantat in derselben Behandlung in das Zahnfach ein. Das kann die Behandlungszeit verkürzen und dabei helfen, Knochen und Zahnfleisch besser zu erhalten.
Eine Sofortimplantation ist aber nicht in jeder Situation die beste Lösung. Das Implantat muss schon beim Einsetzen ausreichend stabil sitzen, und das Zahnfach darf nicht stark entzündet oder deutlich beschädigt sein. Ist die Ausgangslage unsicher, warten wir besser zuerst die Heilung ab und setzen das Implantat später.
Ein Implantat direkt nach dem Zahnziehen zu setzen bedeutet nicht, dass auch die definitive Krone sofort eingesetzt wird. Meist heilt das Implantat zuerst ein. Im sichtbaren Frontzahnbereich versorgt ein Provisorium die Lücke während dieser Phase. So bleibt die Lücke geschlossen, ohne das Implantat zu früh zu belasten.
Eine Sofortimplantation kann sinnvoll sein, wenn die Zahnentfernung gut planbar ist und das Zahnfach nach dem Ziehen eine stabile Grundlage bietet. Besonders im sichtbaren Frontzahnbereich prüfen wir diese Möglichkeit sorgfältig, weil dort Zahnfleischform, Knochenkontur und Ästhetik eine grosse Rolle spielen.
Typische Situationen, in denen eine Sofortimplantation infrage kommen kann:
Entscheidend ist nicht die Geschwindigkeit allein. Eine Sofortimplantation ist dann die richtige Wahl, wenn sie auch langfristig ein stabiles und ästhetisch gutes Ergebnis erwarten lässt.
Eine Wartezeit ist sinnvoll, wenn das Zahnfach vor dem Einsetzen des Implantats zuerst abheilen muss. Statt das Implantat in eine unsichere Ausgangslage zu setzen, gewinnen wir mit der Heilungsphase eine stabilere und besser vorhersehbare Grundlage.
Der Vorteil liegt in der Kontrolle: Hat sich das Gewebe beruhigt, lässt sich das Implantat genauer positionieren, und die spätere Krone fügt sich sauberer ein. Bei grösseren Knochendefekten schafft ein Knochenaufbau in dieser Phase erst das nötige Volumen für einen festen Halt.
Eine Wartezeit bedeutet also keinen Rückschritt, sondern oft den verlässlicheren Weg zum dauerhaften Ergebnis. Wie lange sie dauert, hängt vom Ausgangsbefund ab – dazu mehr im nächsten Abschnitt.
Die Wartezeit zwischen Zahnziehen und Implantat kann sehr unterschiedlich sein – von wenigen Wochen bis zu mehreren Monaten. Wie lange sie dauert, hängt davon ab, was nach dem Ziehen zuerst heilen muss.
Muss nur das Weichgewebe abheilen, geht es schneller: Nach einigen Wochen hat sich das Zahnfleisch geschlossen, und das Implantat kann gesetzt werden. Soll dagegen der Knochen ausheilen oder zuerst durch einen Aufbau verstärkt werden, dauert es länger – hier planen wir mit mehreren Monaten, weil der Knochen Zeit zum Verheilen braucht, bevor er das Implantat sicher trägt.
War vor dem Ziehen eine Entzündung vorhanden, kommt die Ausheilung dazu, bevor wir implantieren. Den genauen Zeitpunkt legen wir nicht nach einem festen Schema fest, sondern danach, wann der Knochen genug Halt für das Implantat bietet.
Nach dem Zahnziehen wird der Kieferknochen an dieser Stelle nicht mehr durch eine Zahnwurzel belastet. Dadurch kann sich der Knochen mit der Zeit zurückbilden. Besonders in den ersten Monaten nach der Zahnentfernung kann sich das Zahnfach verändern: Die Knochenbreite nimmt ab, und auch das Zahnfleisch kann etwas einsinken.
Für ein späteres Implantat ist vor allem wichtig, ob noch genug Knochenhöhe und Knochenbreite vorhanden sind. Fehlt Volumen, kann das Implantat nicht immer direkt in der idealen Position gesetzt werden. In solchen Fällen kann ein Knochenaufbau nötig werden, damit das Implantat später stabil sitzt.
Das heisst nicht, dass nach einer längeren Wartezeit kein Implantat mehr möglich ist. Die Behandlung kann aber aufwendiger werden.
Wenn ein Zahn entfernt werden muss und ein Implantat geplant ist, beginnt die Behandlung nicht erst am Tag der Zahnentfernung. Zuerst beurteilen wir den Zahn, den Knochen und die spätere Versorgung. Dafür reichen manchmal Röntgenbilder, in komplexeren Fällen planen wir mit einer 3D-Diagnostik.
Aus dieser Planung ergibt sich der konkrete Ablauf. Drei Wege sind üblich:
Nach dem Einsetzen braucht das Implantat eine Einheilzeit, bevor es die definitive Krone oder Brücke trägt. Wie diese Phase überbrückt wird, hängt von der Lage der Lücke ab – darauf gehen wir im nächsten Abschnitt ein.
Ob nach dem Zahnziehen ein Provisorium nötig ist, hängt vor allem davon ab, wo die Lücke liegt. Im sichtbaren Frontzahnbereich ist eine Übergangslösung wichtig, damit die Lücke während der Heilung nicht offen bleibt. Im Seitenzahnbereich lässt sich manchmal darauf verzichten, wenn die Kaufunktion nicht stark eingeschränkt ist.
Ein Provisorium sichert Ästhetik und Funktion vorübergehend, ohne das Implantat zu früh zu belasten. Deshalb planen wir die Übergangslösung passend zur Heilungsphase: herausnehmbar, festsitzend oder in einzelnen Fällen direkt auf dem Implantat, sofern die Stabilität dafür ausreicht.
Das Provisorium bleibt, bis das Implantat fest eingeheilt ist. Erst dann folgt die definitive Versorgung. Wann die Krone eingesetzt wird, erklären wir im nächsten Abschnitt.
Die definitive Krone kommt erst auf das Implantat, wenn es stabil im Knochen eingeheilt ist. In einfachen Fällen dauert diese Einheilzeit etwa zwei bis vier Monate. War ein Knochenaufbau nötig oder ist die Ausgangslage schwieriger, kann es länger dauern.
Sobald das Implantat belastbar und das Zahnfleisch stabil verheilt ist, beginnt der prothetische Teil der Behandlung: Wir setzen den Aufbau auf das Implantat, nehmen Abformungen oder Scans und lassen die Krone passend zu Zahnform, Farbe und Bisssituation herstellen.
So vergehen zwischen Zahnziehen und definitiver Krone je nach Ausgangslage meist mehrere Monate. Massgeblich ist dabei die Einheilung des Implantats, nicht der frühestmögliche Termin.
Wenn Sie ein Zahnimplantat wünschen und wissen möchten, welcher Zeitpunkt für Sie sinnvoll ist, beraten wir Sie gerne. Eine frühe Einschätzung hilft, weil sich Zahnentfernung und spätere Versorgung dann aufeinander abstimmen lassen – statt erst nach dem Ziehen zu entscheiden, was mit der Lücke geschieht.
Bei Zahnimplantat Experten stehen wir Ihnen dafür in Dübendorf und Gland zur Verfügung. Im Gespräch geht es um Ihre Ausgangslage, die möglichen Zeitpunkte und den Ablauf, der zu Ihrer Zahnsituation passt.
Ein Implantat kann je nach Ausgangslage sofort, nach einigen Wochen oder erst nach mehreren Monaten gesetzt werden. Entscheidend ist, ob Knochen, Zahnfleisch und Zahnfach eine stabile Grundlage bieten und wie die spätere Versorgung geplant werden kann.
Ja, in geeigneten Fällen ist das möglich. Diese Behandlung nennt man Sofortimplantation. Sie kommt infrage, wenn das Zahnfach eine stabile Grundlage bietet und das Implantat direkt sicher eingesetzt werden kann.
Die Wartezeit kann wenige Wochen bis mehrere Monate betragen. Wenn nur das Zahnfleisch abheilen muss, geht es schneller. Wenn der Knochen ausheilen oder aufgebaut werden muss, dauert es länger.
Nicht immer ist das eine besser als das andere. Eine Sofortimplantation direkt nach der Zahnextraktion kann die Behandlungszeit verkürzen und helfen, Knochen und Zahnfleisch zu erhalten. Ist die Ausgangslage unsicher, kann eine spätere Implantation die verlässlichere Wahl sein.
Nach dem Zahnziehen kann sich der Knochen an dieser Stelle zurückbilden. Dadurch kann eine spätere Implantation aufwendiger werden und eventuell einen Knochenaufbau erfordern. Ein Implantat ist aber auch nach längerer Zeit oft noch möglich.
Ja. Zahnentfernung und Implantat lassen sich oft schon vor dem Zahnziehen gemeinsam planen. So wird früh klar, ob eine Sofortimplantation möglich ist oder ob zuerst eine Heilungsphase nötig wird.
Dr. med. dent. (HU) - Allgemeine Zahnärztin
Dr. med. dent. (HU) - Allgemeine Zahnärztin
Dr. med. dent. (HU) - Kieferchirurgin
Dr. med. dent. (HU) - MSc., MoM - Ärztlicher Direktor der Klinik, Zahnarzt, Kieferchirurg
Unsere Standorte in Dübendorf, Gland und Budapest arbeiten nach denselben implantologischen Standards. Diagnostik, Planung, Behandlung und Nachsorge sind klar aufeinander abgestimmt – je nachdem, welcher Behandlungsschritt an welchem Standort sinnvoll ist.
Unsere Hauptpraxis in der Region Zürich ist gut erreichbar aus Zürich, Uster und Winterthur. Hier planen und setzen wir Zahnimplantate für Patienten aus der Deutschschweiz – mit moderner Diagnostik, strukturierter Planung und einem eingespielten Team.
Unser Standort in Gland liegt zwischen Genf und Lausanne. Hier betreuen wir Patienten aus der Westschweiz persönlich und mehrsprachig – mit demselben implantologischen Qualitätsanspruch wie in Dübendorf.
In unserer Klinik in Budapest führen wir umfangreiche implantologische Behandlungen durch. Die Betreuung erfolgt in deutscher Sprache und ist eng mit der Planung und Nachsorge in unseren Schweizer Praxen abgestimmt.
Unsere Patientenkoordinatoren stehen bereit, um Ihre Anfragen zu beantworten und Ihnen bei jeglichen Anliegen behilflich zu sein. Sei es die Terminvereinbarung, Fragen zu Zahnproblemen oder Informationen zu unseren Preisen - wir sind gerne für Sie da.
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