Zahnimplantat erneuern oder austauschen: Wann ist es nötig?
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Zahnimplantat erneuern: Wann muss ein Implantat ausgetauscht werden?

Ein Zahnimplantat muss nicht regelmässig gewechselt werden. Erfahren Sie, wann eine Erneuerung nötig ist, ob wirklich das Implantat betroffen ist und wie der Austausch abläuft.

Zahnimplantat erneuern oder austauschen: Wann ist es nötig?

Geschrieben von: Dr. Noémi Kovács - Kieferchirurgin

Ein Zahnimplantat muss nicht automatisch ausgetauscht werden, nur weil Beschwerden auftreten oder sich ein Teil locker anfühlt. Häufig liegt das Problem nicht am Implantat selbst, sondern an der Krone, am Aufbau oder an einer Schraube. Erst nach einer genauen Untersuchung lässt sich beurteilen, ob der Austausch der Krone oder des Aufbaus ausreicht – oder ob das Implantat entfernt und erneuert werden muss.

In diesem Ratgeber erklären wir, wann ein Zahnimplantat erneuert oder ausgetauscht werden muss, welche Ursachen häufig dahinterstehen und wie der Ablauf einer solchen Behandlung aussieht. Ausserdem zeigen wir, woran Sie erkennen können, ob wirklich das Implantat betroffen ist, wann ein neues Implantat möglich ist und welche Rolle Garantie oder Kostenübernahme spielen können.

Kann man ein Zahnimplantat erneuern?

Ja, ein Zahnimplantat kann in vielen Fällen erneuert werden. Entscheidend ist jedoch zuerst, was genau betroffen ist: das Implantat im Knochen, die Krone, der Aufbau oder eine Verbindungsschraube. Nicht jede lockere oder beschädigte Implantatversorgung bedeutet automatisch, dass das gesamte Implantat entfernt werden muss.

Wenn nur die Krone, der Aufbau oder eine Schraube beschädigt ist, kann die Versorgung häufig erhalten oder teilweise ersetzt werden. Ist dagegen das Implantat selbst locker, entzündet oder nicht mehr stabil im Kieferknochen verankert, kann eine Entfernung notwendig werden. Ob danach direkt ein neues Implantat gesetzt werden kann oder zunächst eine Heilungsphase oder ein Knochenaufbau erforderlich ist, hängt von der Ursache und der vorhandenen Knochensituation ab.

Wir beurteilen deshalb immer zuerst, ob das Implantat tatsächlich verloren ist oder ob sich die bestehende Versorgung erhalten lässt. Erst danach lässt sich sinnvoll planen, ob einzelne Komponenten ausgetauscht werden können oder ob eine vollständige Erneuerung des Zahnimplantats infrage kommt.

Implantatchirurgie
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Müssen Zahnimplantate regelmässig gewechselt werden?

Nein, Zahnimplantate müssen nicht regelmässig gewechselt werden. Es gibt kein festes Austauschintervall, nach dem ein Implantat automatisch entfernt oder ersetzt werden muss. Ein gut eingeheiltes und stabil verankertes Zahnimplantat kann viele Jahre halten – bei guter Pflege auch über Jahrzehnte hinweg.

Entscheidend ist nicht das Alter des Implantats allein, sondern der Zustand von Knochen, Zahnfleisch und Implantatversorgung. Auch die Mundhygiene, regelmässige Kontrollen, die Belastung beim Kauen und mögliche Entzündungen spielen eine wichtige Rolle. Solange das Implantat fest im Kiefer sitzt, beschwerdefrei ist und das umliegende Gewebe gesund bleibt, besteht in der Regel kein Grund für einen Austausch.

Ein Wechsel wird erst dann notwendig, wenn ein konkreter medizinischer oder technischer Grund vorliegt – zum Beispiel eine Lockerung, ein starker Knochenverlust, eine fortgeschrittene Entzündung oder eine beschädigte Versorgung, die nicht mehr zuverlässig stabilisiert werden kann. Mehr zur allgemeinen Lebensdauer von Implantaten finden Sie in unserem Ratgeber zur Haltbarkeit von Zahnimplantaten.

Was ist der Unterschied zwischen Zahnimplantat erneuern, austauschen und ersetzen?

Die Begriffe „Zahnimplantat erneuern", „Zahnimplantat austauschen" und „Zahnimplantat ersetzen" werden im Alltag oft ähnlich verwendet. Gemeint ist meist, dass ein vorhandenes Implantat nicht mehr erhalten werden kann und durch eine neue Lösung ersetzt werden soll. Fachlich kann der Schwerpunkt jedoch etwas unterschiedlich sein.

„Ein Zahnimplantat erneuern" beschreibt meist den gesamten Ablauf: Das alte Implantat wird beurteilt, bei Bedarf entfernt und später durch ein neues Implantat oder eine andere Versorgung ersetzt. „Austauschen" betont stärker den eigentlichen Wechsel – also den Ersatz eines nicht mehr funktionierenden Implantats oder einzelner Komponenten. „Ersetzen" ist der allgemeinere Begriff und kann auch bedeuten, dass ein fehlender Zahn überhaupt erst durch ein Implantat, eine Brücke oder eine Prothese versorgt wird.

Auch „Zahnimplantat wechseln" wird häufig als alltagssprachlicher Ausdruck verwendet. In diesem Ratgeber verwenden wir die Begriffe deshalb teilweise ähnlich, achten aber darauf, ob wirklich das Implantat im Knochen gemeint ist oder nur ein Teil der Implantatversorgung.

Ist wirklich das Implantat betroffen – oder nur Krone, Schraube oder Aufbau?

Ob wirklich das Implantat selbst betroffen ist, lässt sich für Patienten oft schwer unterscheiden. Die Abklärung ist jedoch wichtig, weil die Behandlung je nach Ursache sehr unterschiedlich ausfallen kann. Manchmal muss nur eine Krone erneuert oder eine Schraube wieder befestigt werden. In anderen Fällen liegt das Problem tiefer – etwa am Implantatkörper im Knochen oder am umliegenden Gewebe.

Ein Zahnimplantat besteht aus mehreren Teilen. Der Implantatkörper sitzt im Kieferknochen und dient als künstliche Zahnwurzel. Darauf wird ein Aufbau, auch Abutment genannt, befestigt. Eine kleine Schraube verbindet die einzelnen Komponenten, während die Krone den sichtbaren Zahnersatz bildet. Wenn sich etwas locker anfühlt, bedeutet das deshalb nicht automatisch, dass der Implantatkörper verloren ist.

Anhand bestimmter Anzeichen lässt sich oft eine erste Vermutung treffen. Eine bewegliche Krone, ein klickendes Gefühl oder ein leichtes Wackeln beim Kauen sprechen häufig dafür, dass sich die Krone, der Aufbau oder eine Schraube gelöst hat. Schmerzen beim Beissen können ebenfalls von der Suprakonstruktion ausgehen, müssen aber genauer untersucht werden. Blutungen, Schwellungen, Eiter, Zahnfleischrückgang oder ein schlechter Geschmack können dagegen auf eine Entzündung rund um das Implantat hinweisen. Wenn der Implantatkörper selbst beweglich ist, muss die Situation zeitnah abgeklärt werden.

Eine zuverlässige Unterscheidung ist nur durch eine zahnärztliche Untersuchung möglich. Wir prüfen dabei die Beweglichkeit der einzelnen Teile, kontrollieren das Zahnfleisch und beurteilen mit Röntgenbildern oder bei Bedarf einer 3D-Aufnahme, ob Knochenabbau, Entzündung oder ein technischer Defekt vorliegt. Erst danach lässt sich entscheiden, ob einzelne Komponenten erneuert werden können oder ob das Zahnimplantat selbst ausgetauscht werden muss.

Wann muss ein Zahnimplantat ausgetauscht werden?

Ein Zahnimplantat muss nicht vorsorglich oder nach einer bestimmten Anzahl von Jahren ausgetauscht werden. Ein Austausch wird erst dann notwendig, wenn das Implantat medizinisch oder technisch nicht mehr sicher erhalten werden kann. Entscheidend ist dabei nicht ein einzelnes Symptom, sondern die Frage, ob das Implantat noch stabil im Knochen verankert ist und langfristig belastbar bleibt.

Ein häufiger Grund ist eine fortgeschrittene Entzündung rund um das Implantat. Bei einer Periimplantitis kann sich der Knochen um das Implantat schrittweise zurückbilden. Wird dieser Knochenabbau zu stark, verliert das Implantat seine feste Verankerung. In solchen Fällen reicht eine Reinigung oder lokale Behandlung nicht immer aus; manchmal muss das Implantat entfernt und später neu geplant werden.

Auch ein Implantatverlust kann einen Austausch erforderlich machen. Das ist der Fall, wenn das Implantat nicht richtig einheilt, sich nach Jahren lockert oder die Verbindung zwischen Implantat und Knochen verloren geht. Fachlich spricht man dabei vom Verlust der Osseointegration. Dann ist das Implantat nicht mehr zuverlässig belastbar und kann meist nicht dauerhaft erhalten werden.

Seltener liegt der Grund in einem technischen Schaden. Bei einem Implantatbruch, einem beschädigten Implantatgewinde oder einer ungünstigen Implantatposition kann eine Erneuerung notwendig werden, wenn die Versorgung sonst nicht stabil oder funktionell sinnvoll wiederhergestellt werden kann. Auch eine ungünstige oder ungleichmässige Belastung der Implantate kann langfristig Probleme verursachen, etwa wenn Kronen, Brücken oder Prothesen nicht korrekt darauf abgestimmt sind.

Ob ein Zahnimplantat tatsächlich ausgetauscht werden muss, hängt immer von mehreren Faktoren ab: vom vorhandenen Knochenangebot, vom Zustand des Zahnfleischs, von der Ursache des Problems, von der Mundhygiene und vom allgemeinen Gesundheitszustand des Patienten. Wir beurteilen deshalb nicht nur das Implantat selbst, sondern die gesamte Versorgung. Erst nach dieser Abklärung lässt sich entscheiden, ob eine Behandlung zum Erhalt möglich ist oder ob das Implantat entfernt und neu ersetzt werden sollte.

Welche Vorbereitungen sind für den Austausch eines Zahnimplantats erforderlich?

Vor dem Austausch eines Zahnimplantats muss der Eingriff sorgfältig geplant werden. Dabei geht es nicht nur um die Frage, ob das alte Implantat entfernt werden muss, sondern auch darum, wie stabil der Knochen ist, ob eine Entzündung vorliegt und wann ein neues Implantat sinnvoll gesetzt werden kann.

Zur Vorbereitung gehören in der Regel eine klinische Untersuchung und aktuelle Röntgenbilder. Bei komplexeren Situationen kann eine 3D-Aufnahme sinnvoll sein, um die Lage des Implantats, das vorhandene Knochenangebot und mögliche Risiken genauer zu beurteilen. Wenn nach der Entfernung nicht genügend Knochen vorhanden ist, muss auch ein möglicher Knochenaufbau in die Planung einbezogen werden.

Ebenso wichtig ist die medizinische Vorgeschichte des Patienten. Bestimmte Medikamente, etwa Blutverdünner oder Medikamente gegen Osteoporose, müssen vor einem chirurgischen Eingriff bekannt sein. Auch relevante Vorerkrankungen, Rauchen, eine unbehandelte Parodontitis oder eine schlechte Mundhygiene können die Heilung beeinflussen. Deshalb klären wir diese Punkte vorab und stimmen die Behandlung entsprechend darauf ab.

Für den Patienten bedeutet die Vorbereitung ausserdem, die Mundhygiene vor dem Eingriff möglichst zu optimieren und organisatorische Fragen rechtzeitig zu klären. Je nach Art der Betäubung kann es notwendig sein, eine Begleitperson einzuplanen – besonders dann, wenn die Behandlung im Dämmerschlaf erfolgt. Im Beratungsgespräch besprechen wir den geplanten Ablauf, mögliche Alternativen, die zeitliche Planung und die nächsten Schritte nach der Implantatentfernung.

Welche Anästhesie wird beim Austausch eines Zahnimplantats angewendet?

Der Austausch eines Zahnimplantats erfolgt in vielen Fällen unter örtlicher Betäubung. Dabei bleibt der Patient wach, der behandelte Bereich wird jedoch so betäubt, dass während des Eingriffs keine Schmerzen zu spüren sein sollten. Für eine einfache Implantatentfernung, den Austausch einzelner Komponenten oder eine gut planbare erneute Implantation reicht diese Form der Anästhesie häufig aus.

Bei umfangreicheren Eingriffen kann eine Behandlung im Dämmerschlaf sinnvoll sein. Das gilt zum Beispiel, wenn das Implantat schwer zu entfernen ist, gleichzeitig ein Knochenaufbau geplant wird oder mehrere Behandlungsschritte in einer Sitzung erfolgen. Auch für Patienten mit ausgeprägter Zahnarztangst kann der Dämmerschlaf eine Möglichkeit sein, die Behandlung entspannter zu erleben.

Welche Form der Betäubung geeignet ist, hängt vom Umfang des Eingriffs, vom allgemeinen Gesundheitszustand und vom persönlichen Wohlbefinden des Patienten ab. Wir besprechen die Möglichkeiten vorab und erklären, welche Vorbereitung notwendig ist. Bei einer Behandlung im Dämmerschlaf sollte in der Regel eine Begleitperson eingeplant werden, da der Patient danach nicht selbst Auto fahren sollte.

Welche Schritte umfasst der Ablauf eines Zahnimplantat-Austausches?

Der Ablauf eines Zahnimplantat-Austausches hängt davon ab, warum das alte Implantat entfernt werden muss und wie gut der Knochen erhalten ist. Grundsätzlich besteht die Behandlung aus mehreren Schritten: Entfernung des alten Implantats, Heilung oder Knochenaufbau, erneute Implantation und später die definitive Versorgung mit Krone, Brücke oder Prothese.

Zunächst wird das alte Implantat entfernt. Das geschieht anders als bei einem natürlichen Zahn, weil ein Implantat fest im Knochen verankert sein kann. Wenn möglich, wird es kontrolliert herausgedreht oder mit speziellen Instrumenten gelöst, um den umliegenden Knochen möglichst zu schonen. Mehr dazu erklären wir im Ratgeber zur Entfernung eines Zahnimplantats.

Nach der Entfernung beurteilen wir die Wundverhältnisse und das vorhandene Knochenangebot. Ist der Knochen ausreichend stabil und entzündungsfrei, kann in bestimmten Fällen direkt ein neues Implantat gesetzt werden. Häufiger ist jedoch eine Heilungsphase sinnvoll, damit sich Knochen und Zahnfleisch beruhigen können. Bei grösserem Knochenverlust kann zusätzlich ein Knochenaufbau notwendig werden.

Die erneute Implantation erfolgt entweder sofort oder zu einem späteren Zeitpunkt. Bei einer verzögerten Implantation wird das neue Implantat erst eingesetzt, wenn die Entzündung abgeklungen ist und der Knochen ausreichend stabil erscheint. Der weitere Ablauf ähnelt dann einer normalen Implantatbehandlung: Das Implantat heilt in den Knochen ein, bevor die definitive Versorgung befestigt wird. Den allgemeinen Behandlungsablauf beschreiben wir ausführlicher im Ratgeber zum Zahnimplantat-Ablauf.

Nach der Einheilung wird auf dem neuen Implantat die passende Versorgung befestigt. Das kann eine einzelne Implantatkrone, eine Brücke oder eine implantatgetragene Prothese sein. Insgesamt kann der Austausch eines Zahnimplantats je nach Ausgangssituation mehrere Monate dauern. Eine einfache Erneuerung ist manchmal schneller abgeschlossen, während Entzündungen, Knochenaufbau oder komplexe Versorgungen mehr Zeit benötigen.

Wie schmerzhaft ist der Austausch eines Zahnimplantats?

Während des Eingriffs sollte der Austausch eines Zahnimplantats durch die Betäubung nicht schmerzhaft sein. Nach der Behandlung sind jedoch Beschwerden möglich, weil Gewebe, Knochen und Zahnfleisch durch die Entfernung des alten Implantats und mögliche weitere Schritte belastet werden.

Typisch sind in den ersten Tagen ein Druckgefühl, leichte bis mässige Schmerzen, Schwellungen oder gelegentlich ein Bluterguss. Die Beschwerden sind meist in den ersten 48 bis 72 Stunden am stärksten und klingen danach schrittweise ab. Viele Patienten kommen in dieser Phase mit geeigneten Schmerzmitteln, Kühlung und körperlicher Schonung gut zurecht.

Stärkere Beschwerden können auftreten, wenn zusätzlich ein Knochenaufbau durchgeführt wurde, eine Entzündung vorlag oder mehrere Behandlungsschritte in einer Sitzung erfolgt sind. In solchen Fällen kann die Regeneration etwas länger dauern, ohne dass dies automatisch auf eine Komplikation hinweist.

Abgeklärt werden sollten Schmerzen, die nach einigen Tagen deutlich zunehmen statt nachzulassen. Auch Fieber, Eiter, eine stärker werdende Schwellung, länger anhaltende oder stärker werdende Blutungen oder ein unangenehmer Geschmack im Mund können Hinweise auf eine Wundheilungsstörung oder Infektion sein. In solchen Situationen sollte die Kontrolluntersuchung nicht aufgeschoben werden.

Welche Nachsorge ist nach dem Austausch eines Zahnimplantats wichtig?

Nach dem Austausch eines Zahnimplantats trägt die Nachsorge wesentlich dazu bei, dass die Wunde ruhig abheilt und ein neues Implantat später stabil einheilen kann. Besonders wichtig sind eine sorgfältige Mundhygiene, eine angepasste Ernährung und regelmässige Kontrolltermine.

In den ersten Tagen sollte die Operationsstelle weitgehend geschont werden. Die umliegenden Zähne können weiterhin vorsichtig gereinigt werden, während der direkte Wundbereich nur nach zahnärztlicher Anweisung gepflegt wird. Häufig wird für eine begrenzte Zeit eine antibakterielle Mundspülung empfohlen, damit die Keimbelastung im Mund reduziert wird. Starkes Spülen, Saugen oder Manipulieren an der Wunde sollte vermieden werden, weil dies die Wundheilung stören kann.

Auch die Ernährung spielt eine Rolle. Weiche, lauwarme Speisen sind in den ersten Tagen meist am angenehmsten. Sehr heisse, scharfe, harte oder klebrige Lebensmittel sollten zunächst vermieden werden, damit die Wunde nicht unnötig gereizt oder belastet wird. Je nach Umfang des Eingriffs kann diese vorsichtige Ernährung einige Tage bis etwa zwei Wochen sinnvoll sein.

Rauchen sollte nach dem Eingriff möglichst vermieden werden, da es die Durchblutung verschlechtert und die Heilung im Knochen und Zahnfleisch beeinträchtigen kann. Auch Alkohol, intensive körperliche Belastung, Sauna und starke Hitze sind in der ersten Phase ungünstig, weil sie Nachblutungen und Schwellungen begünstigen können.

Die Kontrolltermine sind ein fester Bestandteil der Nachsorge. Falls Fäden gesetzt wurden, werden diese häufig nach etwa 7 bis 10 Tagen entfernt. Danach folgen je nach Situation weitere Kontrollen, besonders wenn ein Knochenaufbau durchgeführt wurde oder später ein neues Implantat geplant ist. Langfristig bleibt eine regelmässige professionelle Implantatpflege wichtig, damit Entzündungen früh erkannt und die neue Versorgung dauerhaft stabil bleibt.

Wie lange dauert die Heilung nach dem Austausch eines Zahnimplantats?

Die Heilung nach dem Austausch eines Zahnimplantats verläuft in mehreren Phasen. Deshalb lässt sich die Dauer nicht mit einer einzigen Zahl angeben. Zunächst muss die Wunde nach der Entfernung des alten Implantats abheilen. Danach entscheidet die Knochensituation, ob direkt ein neues Implantat gesetzt werden kann oder ob zunächst eine längere Heilungsphase notwendig ist.

Die erste Wundheilung dauert meist einige Tage bis etwa zwei Wochen. In dieser Zeit beruhigen sich Zahnfleisch und Weichgewebe, während im Knochen bereits erste Heilungsprozesse beginnen. Wenn das alte Implantat wegen einer Entzündung, Lockerung oder ungünstigen Knochensituation entfernt wurde, wird häufig zunächst abgewartet, bis der Bereich stabil genug für die weitere Behandlung ist.

Wird das neue Implantat nicht sofort gesetzt, liegt zwischen Entfernung und erneuter Implantation häufig eine Heilungsphase von etwa zwei bis vier Monaten. Ist ein Knochenaufbau notwendig, kann sich die Behandlung zusätzlich verlängern, weil das aufgebaute Knochenmaterial ausreichend einheilen muss, bevor das neue Implantat sicher geplant werden kann.

Nach dem Einsetzen des neuen Implantats folgt die Osseointegration. Dabei verbindet sich das Implantat schrittweise mit dem Kieferknochen. Diese Einheilphase dauert je nach Knochenqualität, Implantatposition und individueller Ausgangssituation meist etwa drei bis sechs Monate. Erst danach kann die definitive Krone, Brücke oder Prothese befestigt und voll belastet werden.

Insgesamt dauert der Austausch eines Zahnimplantats häufig mehrere Monate. Bei günstigen Voraussetzungen kann die Behandlung schneller abgeschlossen sein. Wenn Entzündungen, Knochenverlust oder ein Knochenaufbau hinzukommen, sind auch längere Zeiträume von neun bis zwölf Monaten möglich.

Welche Komplikationen können beim Austausch eines Zahnimplantats auftreten?

Der Austausch eines Zahnimplantats ist ein bewährter chirurgischer Eingriff, trotzdem können wie bei jeder Operation Komplikationen auftreten. Im Vergleich zu einer ersten Implantation ist die Ausgangssituation oft anspruchsvoller, weil bereits ein Implantat entfernt wurde, der Knochen verändert sein kann oder eine frühere Entzündung vorlag.

Eine mögliche Komplikation ist zusätzlicher Knochenverlust bei der Entfernung des alten Implantats. Deshalb wird möglichst schonend gearbeitet, damit der umliegende Knochen erhalten bleibt. Ist der Defekt nach der Entfernung grösser als erwartet, kann ein Knochenaufbau notwendig werden oder die erneute Implantation muss verschoben werden.

Auch Wundheilungsstörungen oder Infektionen können auftreten. Das Risiko ist erhöht, wenn das alte Implantat wegen einer fortgeschrittenen Entzündung entfernt wurde. In solchen Fällen muss das Gewebe besonders sorgfältig kontrolliert werden, bevor ein neues Implantat gesetzt oder endgültig belastet wird.

Wenn die ursprüngliche Ursache eine Periimplantitis war, besteht ausserdem ein Risiko, dass sich auch um ein neues Implantat erneut eine Entzündung entwickelt. Entscheidend sind dann eine stabile entzündungsfreie Ausgangssituation, gute Mundhygiene, regelmässige Kontrollen und eine Versorgung, die sich gut reinigen lässt.

Seltener kommt es vor, dass ein neues Implantat nicht wie geplant einheilt oder sich erneut lockert. Dieses Risiko hängt unter anderem von der Knochenqualität, Rauchen, der allgemeinen Gesundheit und der Belastung der neuen Versorgung ab. Im Unterkiefer kann in seltenen Fällen auch eine Nervirritation auftreten, besonders wenn das Implantat in der Nähe des Unterkiefernervs liegt.

Eine sorgfältige Planung, schonende Entfernung, ausreichende Heilungszeit und konsequente Nachsorge helfen, diese Risiken zu reduzieren. Viele Komplikationen lassen sich gut behandeln, wenn sie früh erkannt und nicht zu lange beobachtet werden.

Welche Kosten sind zu erwarten, wenn Sie ein Zahnimplantat austauschen lassen?

Die Kosten für den Austausch eines Zahnimplantats lassen sich nicht pauschal angeben, weil sie stark von der Ausgangssituation abhängen. Ein einfacher Austausch einzelner Komponenten ist deutlich weniger aufwendig als die Entfernung eines Implantats mit anschliessendem Knochenaufbau und neuer Implantation.

Wichtige Kostenfaktoren sind unter anderem die Komplexität der Implantatentfernung, die vorhandene Knochensituation, ein möglicher Knochenaufbau, das verwendete Implantatsystem und die spätere Versorgung mit Krone, Brücke oder Prothese. Auch die Form der Anästhesie sowie notwendige diagnostische Aufnahmen wie OPG oder DVT können den Gesamtpreis beeinflussen.

Eine realistische Kosteneinschätzung ist deshalb erst nach einer Untersuchung und Behandlungsplanung möglich. Weitere Informationen zu unseren Implantatpreisen finden Sie auf unserer Seite zu Zahnimplantaten.

Häufig gestellte Fragen


Kann man ein Zahnimplantat erneuern?

Ja, ein Zahnimplantat kann erneuert werden, wenn es nicht mehr stabil im Knochen sitzt oder aus medizinischen Gründen entfernt werden muss. Vorher sollte jedoch geprüft werden, ob wirklich das Implantat betroffen ist oder nur die Krone, der Aufbau oder eine Schraube.

Muss ein Zahnimplantat nach einigen Jahren gewechselt werden?

Nein, ein Zahnimplantat muss nicht nach einer festen Anzahl von Jahren gewechselt werden. Ein Austausch ist nur dann notwendig, wenn ein konkreter Grund vorliegt, etwa eine Lockerung, eine Entzündung, Knochenverlust oder ein technischer Schaden.

Kann nur die Krone auf dem Implantat erneuert werden?

Ja, wenn das Implantat selbst stabil im Knochen verankert ist, kann häufig nur die Krone auf dem Implantat erneuert werden. In solchen Fällen muss das Implantat nicht entfernt werden.

Was ist der Unterschied zwischen Zahnimplantat erneuern, austauschen und ersetzen?

Im Alltag werden diese Begriffe oft ähnlich verwendet. Erneuern und austauschen beziehen sich meist auf ein vorhandenes Implantat oder Teile der Implantatversorgung. Ersetzen ist allgemeiner und kann auch bedeuten, dass ein fehlender Zahn erstmals durch ein Implantat, eine Brücke oder eine Prothese versorgt wird.

Wer zahlt, wenn ein Zahnimplantat verloren geht?

Das hängt von der Ursache ab. Eine Garantie oder Kostenübernahme kommt eher infrage, wenn ein technischer Defekt vorliegt. Bei Entzündungen, Knochenverlust, Rauchen, fehlender Nachsorge oder anderen medizinischen Faktoren muss der Einzelfall geprüft werden.

Was kostet es, ein Zahnimplantat erneuern zu lassen?

Die Kosten hängen davon ab, ob nur eine Komponente ausgetauscht wird oder ob das Implantat entfernt, ein Knochenaufbau durchgeführt und ein neues Implantat gesetzt werden muss. Auch Implantatsystem, Diagnostik, Anästhesie und die spätere Versorgung beeinflussen den Gesamtpreis.

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