Geschrieben von: Dr. Noémi Kovács - Kieferchirurgin
Dieser Artikel gibt einen Überblick darüber, welche Risiken und Komplikationen während oder nach einer Implantation auftreten können, auf welche Symptome geachtet werden sollte und was Sie selbst zum langfristigen Erfolg beitragen können. Ziel ist es nicht, Angst zu erzeugen, sondern Ihnen eine fundierte Entscheidungsgrundlage zu bieten.
Die meisten Artikel befassen sich mit Implantatmaterialien, Entzündungen oder möglichen Problemen bei der Einheilung. Diese Aspekte spielen zweifellos eine Rolle. In der Praxis liegt das grösste Risiko jedoch nicht beim Implantat selbst, sondern bei der Person, die es einsetzt.
Entscheidungen eines nicht ausreichend erfahrenen oder nicht genügend sorgfältig arbeitenden Zahnarztes können langfristige Folgen haben. Werden CT-Aufnahmen nur oberflächlich ausgewertet oder die Knochenmenge und -qualität nicht präzise beurteilt, kann das Implantat in einer ungünstigen Position, in einem falschen Winkel oder in unzureichender Tiefe gesetzt werden. Dies kann später zu mechanischer Überlastung, funktionellen Einschränkungen oder ästhetischen Kompromissen führen.
Die Nähe zu Nerven, Blutgefässen und zur Kieferhöhle erfordert eine besonders präzise Planung. Fehlt die entsprechende Erfahrung, können Verletzungen entstehen, die anhaltende Sensibilitätsstörungen oder schwerwiegendere Komplikationen nach sich ziehen. Auch das Infektionsrisiko steigt deutlich, wenn Hygiene- und Sterilisationsprotokolle in der Praxis nicht konsequent eingehalten werden.
Nicht jedes Implantatsystem erfüllt dieselben Qualitätsstandards. Unzureichend dokumentierte, nicht zertifizierte oder minderwertige Systeme bergen ein erhöhtes Risiko. Hinter auffällig günstigen Preisen verbergen sich häufig technische Kompromisse – etwa bei der Oberflächenbehandlung, der Passgenauigkeit oder den Möglichkeiten der Nachsorge.
Zudem endet eine Implantatbehandlung nicht mit dem Einsetzen des Implantats. Für einen langfristigen Erfolg sind strukturierte Nachkontrollen, regelmässige Überprüfungen und ein frühzeitiges Reagieren auf mögliche Probleme entscheidend. Genau das zeichnet eine verantwortungsvolle implantologische Behandlung aus.
Zahnimplantate gelten heute als bewährte und zuverlässige Behandlungsmethode. Dennoch können – wie bei jedem chirurgischen Eingriff – bestimmte Risiken und Komplikationen auftreten. Dazu gehören unter anderem Entzündungen, Probleme bei der Einheilung oder in seltenen Fällen der Verlust des Implantats.
Entscheidend ist, dass mögliche Komplikationen frühzeitig erkannt und fachgerecht behandelt werden. Eine sorgfältige Nachsorge mit regelmässigen Kontrollen, guter Mundhygiene und einer angemessenen Belastung des Implantats trägt wesentlich dazu bei, das Risiko zu minimieren und den langfristigen Erfolg zu sichern.
Bei Zahnimplantaten lassen sich mögliche Risiken grundsätzlich in frühe und spätere Komplikationen einteilen. Frühe Komplikationen treten meist in den ersten Tagen oder Wochen nach dem Eingriff auf, während sich Spätkomplikationen oft erst im weiteren Verlauf entwickeln
Mögliche Komplikationen bei Zahnimplantaten sind unter anderem:
Frühe Komplikationen
Infektionen entstehen, wenn Bakterien in das umliegende Gewebe gelangen und dort eine Entzündungsreaktion auslösen. Diese kann sich durch Rötung, Schwellung und Schmerzen bemerkbar machen und sich im ungünstigen Fall bis auf den Kieferknochen ausbreiten. Vorübergehende Nervenirritationen sind meist auf den chirurgischen Eingriff selbst oder auf postoperative Schwellungen zurückzuführen und bilden sich in vielen Fällen wieder zurück.
Spätere Komplikationen
Eine der bekanntesten Spätkomplikationen ist die Periimplantitis. Dabei handelt es sich um eine entzündliche Veränderung des Zahnfleischs und des Knochens rund um das Implantat, vergleichbar mit einer Parodontitis. Unbehandelt kann sie zu fortschreitendem Knochenabbau und letztlich zu einer Lockerung des Implantats führen. Auch eine unzureichende Einheilung oder eine langfristige Überlastung kann den Halt des Implantats beeinträchtigen. Mechanische Defekte wie ein Schraubenbruch treten heute nur selten auf, lassen sich bei frühzeitiger Diagnose jedoch meist gezielt behandeln.
Ob und in welchem Ausmass Komplikationen auftreten, hängt nicht nur vom Eingriff selbst ab, sondern auch von individuellen Risikofaktoren. Diese können die Heilung beeinflussen und das Auftreten von Entzündungen oder Einheilungsproblemen begünstigen.
Zu den wichtigsten Risikofaktoren zählen
Eine sorgfältige Mundhygiene und regelmässige Kontrollen sind entscheidend, um Entzündungen frühzeitig zu erkennen. Rauchen kann die Durchblutung des Gewebes beeinträchtigen und die Einheilung verzögern. Auch bestimmte Allgemeinerkrankungen können die Wundheilung beeinflussen und erfordern eine besonders sorgfältige Planung und Nachsorge.
Durch eine präzise Diagnostik, ein schonendes chirurgisches Vorgehen und eine strukturierte Nachbetreuung lassen sich viele dieser Risiken deutlich reduzieren.
Kurzfristige Komplikationen treten in der Regel in den ersten Tagen oder Wochen nach der Implantation auf und stehen meist in direktem Zusammenhang mit dem chirurgischen Eingriff. In dieser Phase reagiert der Körper auf die Operation, was in einem gewissen Rahmen als normal gilt. Dazu gehören vorübergehende Schwellungen, leichte Schmerzen oder ein Spannungsgefühl im Operationsgebiet. Diese Symptome klingen normalerweise innerhalb weniger Tage ab.
Problematisch wird es dann, wenn sich Entzündungszeichen verstärken oder anhalten. Eine Infektion kann entstehen, wenn Bakterien in das Operationsgebiet eindringen und das umliegende Gewebe oder den Knochen betreffen. Typische Anzeichen sind zunehmende Schmerzen, Rötung, Schwellung oder eine verzögerte Wundheilung. Wird eine solche Entzündung frühzeitig erkannt, lässt sie sich in den meisten Fällen gut behandeln.
Ebenfalls möglich sind vorübergehende Gefühlsstörungen, etwa Taubheit oder Kribbeln in Lippe, Kinn oder Zunge. Diese entstehen meist durch eine Reizung benachbarter Nerven während des Eingriffs oder durch postoperative Schwellungen. In vielen Fällen bilden sich diese Gefühlsstörungen im Verlauf wieder vollständig zurück.
Entscheidend in dieser frühen Phase ist eine enge Nachkontrolle, um Auffälligkeiten rechtzeitig zu erkennen und ein Fortschreiten von Komplikationen zu vermeiden.
Spätkomplikationen bei Zahnimplantaten zeichnen sich dadurch aus, dass sie oft unauffällig beginnen und über längere Zeit kaum Beschwerden verursachen. Anders als frühe Komplikationen treten sie nicht unmittelbar nach dem Eingriff auf, sondern entwickeln sich schleichend im weiteren Verlauf.
Ein zentrales Problem ist, dass Veränderungen im Bereich von Knochen und Zahnfleisch vom Patienten häufig nicht sofort bemerkt werden. Erste Anzeichen wie ein leichter Rückgang des Zahnfleischs, gelegentliches Zahnfleischbluten oder ein veränderter Sitz des Implantats bleiben im Alltag oft unbeachtet. Gerade deshalb werden Spätkomplikationen häufig im Rahmen von Kontrolluntersuchungen entdeckt.
Eine besondere Rolle spielt dabei die Belastung des Implantats über die Jahre. Ungünstige Kaukräfte, Zähneknirschen oder eine ungleichmässige Belastung können dazu führen, dass sich der Knochen rund um das Implantat langsam abbaut oder die Stabilität beeinträchtigt wird. Auch entzündliche Prozesse wie eine Periimplantitis entwickeln sich meist nicht plötzlich, sondern schreiten über längere Zeit fort.
Hinzu kommt, dass sich das Risiko für Spätkomplikationen im Laufe der Zeit verändern kann. Faktoren wie nachlassende Mundhygiene, veränderte Allgemeingesundheit oder neue Belastungen wirken sich oft erst Jahre nach der Implantation aus. Das erklärt, warum auch lange beschwerdefreie Implantate später Probleme entwickeln können.
Gerade bei Spätkomplikationen zeigt sich daher, wie wichtig eine langfristige Betreuung ist. Regelmässige Kontrollen ermöglichen es, Veränderungen frühzeitig zu erkennen und rechtzeitig gegenzusteuern, bevor der Halt oder die Funktion des Implantats ernsthaft gefährdet wird.
Neben zeitlich einzuordnenden Früh- und Spätkomplikationen gibt es auch Probleme, die direkt mit den biologischen und technischen Eigenschaften eines Zahnimplantats zusammenhängen und unabhängig vom Zeitpunkt der Implantation auftreten können.
Einige Komplikationen stehen nicht in erster Linie mit dem Zeitpunkt nach der Implantation in Zusammenhang, sondern ergeben sich aus den biologischen und technischen Besonderheiten eines Zahnimplantats. Eine zentrale Rolle spielt dabei die Osseointegration, also die feste Verbindung zwischen Implantat und Kieferknochen. Verläuft dieser Prozess nicht optimal, kann das Implantat zwar zunächst stabil wirken, langfristig jedoch an Halt verlieren. Ursachen dafür können eine eingeschränkte Knochenqualität, mikroskopische Bewegungen während der Einheilphase oder eine ungünstige Belastung sein.
Auch die Position und Ausrichtung des Implantats ist von entscheidender Bedeutung. Wird ein Implantat zu nah an anatomische Strukturen wie Nerven oder die Kieferhöhle gesetzt oder in einem ungünstigen Winkel positioniert, kann dies spätere Probleme begünstigen. Dazu zählen eine ungleichmässige Kraftverteilung beim Kauen, erhöhte Belastungen einzelner Implantatbereiche oder funktionelle Einschränkungen im Zusammenspiel mit dem Zahnersatz.
Ein weiterer spezifischer Aspekt betrifft das Weichgewebe rund um das Implantat. Im Vergleich zu natürlichen Zähnen reagiert das Zahnfleisch um ein Implantat oft empfindlicher. Ein dünnes oder instabiles Weichgewebe kann sich zurückziehen, wodurch das Implantat schwerer zu reinigen ist und anfälliger für Entzündungen wird. Diese Veränderungen verlaufen häufig schleichend und bleiben lange unbemerkt.
Darüber hinaus können material- und systembedingte Faktoren eine Rolle spielen. Implantate bestehen aus speziellen Werkstoffen mit strukturierten Oberflächen, die das Einheilen unterstützen sollen. In seltenen Fällen kann es zu Unverträglichkeiten oder zu Problemen an den Verbindungselementen zwischen Implantat und Zahnersatz kommen, etwa durch Verschleiss oder Lockerung einzelner Komponenten.
Nicht zuletzt unterscheidet sich ein Implantat auch biomechanisch von einem natürlichen Zahn. Da es keine natürliche Dämpfung besitzt, werden Kaukräfte direkt auf den Knochen übertragen. Bei ungünstiger Belastung kann dies langfristig zu Veränderungen im Knochen oder zur Beeinträchtigung der Implantatstabilität führen.
Zahnimplantate bestehen aus mehreren Komponenten, die fest miteinander verbunden sind, sich jedoch nicht wie ein natürlicher Zahn biologisch anpassen können. Dadurch unterliegen sie im Alltag mechanischen Belastungen, die langfristig zu technischen Problemen führen können – unabhängig davon, ob das Implantat selbst gut eingeheilt ist.
Ein häufiges mechanisches Thema ist die Lockerung von Verbindungselementen, etwa der Schraube zwischen Implantat und Zahnersatz. Durch wiederholte Kaukräfte oder Zähneknirschen können sich solche Verbindungen mit der Zeit lösen. Betroffene bemerken dies oft durch ein leichtes Wackeln oder ein verändertes Gefühl beim Kauen. In den meisten Fällen lässt sich das Problem durch Nachziehen oder Ersetzen einzelner Komponenten beheben, ohne dass das Implantat entfernt werden muss.
Auch der Verschleiss von Aufbauten oder Kronen kann im Laufe der Jahre eine Rolle spielen. Materialien sind zwar auf hohe Belastbarkeit ausgelegt, unterliegen aber dennoch einer gewissen Abnutzung. Besonders bei ungünstiger Belastungsverteilung kann es zu Mikrobewegungen kommen, die die Stabilität der Verbindung beeinträchtigen.
In seltenen Fällen kann es zudem zu einem Bruch von Implantatschrauben oder anderen Bauteilen kommen. Solche Defekte entstehen meist nicht plötzlich, sondern entwickeln sich über einen längeren Zeitraum durch Materialermüdung. Moderne Implantatsysteme sind so konzipiert, dass mechanische Probleme in der Regel gut reparierbar sind, sofern sie frühzeitig erkannt werden.
Mechanische Komplikationen unterscheiden sich von biologischen Problemen dadurch, dass sie oft technisch lösbar sind und nicht zwingend den Verlust des Implantats bedeuten. Regelmässige Kontrollen helfen, Veränderungen früh zu erkennen und kleinere Defekte zu beheben, bevor sie die Funktion oder den Halt des Implantats beeinträchtigen.
Probleme im Zusammenhang mit einem Zahnimplantat äussern sich nicht immer sofort durch starke oder eindeutige Beschwerden. Häufig beginnen Veränderungen schleichend und werden im Alltag zunächst nicht als Warnsignal wahrgenommen. Gerade deshalb ist es wichtig, bestimmte Anzeichen richtig einzuordnen und ernst zu nehmen.
Leichte Schmerzen oder Schwellungen sind in den ersten Tagen nach einer Implantation normal. Werden die Beschwerden jedoch stärker, halten ungewöhnlich lange an oder treten erst Wochen oder Monate nach dem Eingriff auf, kann dies auf eine Komplikation hindeuten. Anhaltende Druckempfindlichkeit oder zunehmende Schmerzen im Implantatbereich sollten daher abgeklärt werden.
Auch das Zahnfleisch liefert wichtige Hinweise. Rötungen, Schwellungen, Zahnfleischbluten oder ein Rückgang des Zahnfleischs rund um das Implantat können Anzeichen einer entzündlichen Veränderung sein. Ein unangenehmer Geschmack oder Geruch kann ebenfalls darauf hindeuten, dass sich im Implantatbereich eine Entzündung entwickelt.
Ein weiteres Warnsignal ist ein veränderter Sitz des Implantats oder des darauf befestigten Zahnersatzes. Fühlt sich das Implantat locker an, entsteht ein Instabilitätsgefühl oder verändert sich das Kaugefühl, kann dies sowohl mechanische als auch biologische Ursachen haben. Auch neu auftretende Geräusche oder ein ungewohntes Nachgeben beim Kauen sollten nicht ignoriert werden.
In manchen Fällen treten Gefühlsstörungen wie Taubheit, Kribbeln oder ein verändertes Empfinden im Bereich von Lippe, Kinn oder Zunge auf. Solche Symptome können auf eine Reizung von Nerven hinweisen, insbesondere wenn sie neu auftreten, stärker werden oder länger anhalten.
Da viele dieser Anzeichen nicht plötzlich, sondern schrittweise entstehen, spielen regelmässige Kontrolluntersuchungen eine zentrale Rolle. Sie ermöglichen es, Veränderungen frühzeitig zu erkennen – oft noch bevor deutliche Beschwerden auftreten – und rechtzeitig geeignete Massnahmen einzuleiten.
Die grosse Mehrheit moderner Zahnimplantate besteht aus Titan. Dieses Material wird gezielt eingesetzt, da es eine ausgezeichnete Biokompatibilität aufweist – das bedeutet, dass der Körper in der Regel weder allergisch noch mit entzündlichen Reaktionen darauf reagiert. Titan hat sich über mehrere Jahrzehnte hinweg bewährt und gezeigt, dass es auch langfristig keine systemischen Nebenwirkungen verursacht.
In sehr seltenen Fällen kann es dennoch zu einer individuellen Empfindlichkeit oder biologischen Unverträglichkeit gegenüber Titan kommen. Dabei handelt es sich nicht um eine klassische Allergie, sondern um eine spezielle körperliche Reaktion, die sich durch anhaltende Zahnfleischreizungen, wiederkehrende Entzündungen oder Schwierigkeiten bei der knöchernen Einheilung äussern kann. In solchen Situationen muss die implantologische Lösung stets individuell neu beurteilt werden.
Nein, sofern das Implantat korrekt eingesetzt und fachgerecht gepflegt wird. Ein präzise positioniertes Implantat berührt die Wurzeln der benachbarten Zähne nicht und beeinträchtigt deren Stabilität nicht. Wird ein Implantat jedoch zu nahe an einen Nachbarzahn gesetzt oder entsteht im späteren Verlauf eine Entzündung im Implantatbereich, können umliegende Strukturen schrittweise in Mitleidenschaft gezogen werden. Dabei handelt es sich jedoch nicht um materialbedingte Nebenwirkungen des Implantats, sondern um Folgen von Planungs- oder Pflegefehlern.
Nein. Ein gesundes, stabil eingeheiltes Implantat hat keinen negativen Einfluss auf das Immunsystem, verursacht keine Krebserkrankungen und verschlechtert den allgemeinen Gesundheitszustand nicht. Der Körper akzeptiert das Implantat und baut es in den Kieferknochen ein – diesen Prozess bezeichnet man als Osseointegration. Langfristige gesundheitliche Probleme können nur dann entstehen, wenn eine chronische Entzündung im Mundraum unbehandelt bleibt. Diese ist jedoch nicht auf das Implantatmaterial selbst zurückzuführen, sondern auf den entzündlichen Prozess.
Sie ist gering. Die grosse Mehrheit der Zahnimplantate bleibt langfristig stabil. Nur in einem kleinen Teil der Fälle kommt es dazu, dass ein Implantat nicht ausreichend einheilt oder später an Halt verliert.
Tritt ein Problem auf, geschieht dies meist entweder kurz nach der Implantation oder erst im weiteren Verlauf. Typische Situationen sind:
In den meisten Fällen entwickelt sich ein Implantatverlust nicht plötzlich, sondern schrittweise. Dadurch können Veränderungen bei regelmässigen Kontrollen früh erkannt und häufig noch behandelt werden.
Zusammenfassend lässt sich sagen: Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Zahnimplantat abgestossen wird, ist niedrig, und mit einer konsequenten Nachsorge lassen sich Risiken deutlich reduzieren.
Ja, in den meisten Fällen ist eine erneute Implantation nach einer fehlgeschlagenen ersten Implantation möglich. Wenn ein Implantat nicht korrekt einheilt oder frühzeitig entfernt werden muss, bedeutet das nicht automatisch, dass in diesem Bereich dauerhaft kein Implantat mehr eingesetzt werden kann.
Zunächst ist entscheidend, die Ursache der fehlgeschlagenen Implantation genau zu klären. Häufige Gründe sind eine unzureichende Knochenqualität oder -menge, Entzündungen, eine zu frühe oder zu starke Belastung des Implantats sowie bestimmte allgemeine gesundheitliche Faktoren. Ohne diese Abklärung sollte keine erneute Implantation erfolgen.
In vielen Fällen ist eine Heilungsphase notwendig, damit sich Knochen und Weichgewebe ausreichend regenerieren können. Falls erforderlich, kann in diesem Zeitraum auch ein Knochenaufbau durchgeführt werden, um die Voraussetzungen für eine stabile Einheilung zu verbessern. Die Dauer dieser Phase ist individuell unterschiedlich, beträgt jedoch häufig mehrere Monate.
Die erneute Implantation erfolgt in der Regel auf Basis einer angepassten Planung. Dabei können ein anderes Implantatsystem, eine veränderte Positionierung oder eine schonendere chirurgische Vorgehensweise gewählt werden. Die Erfahrungen aus der ersten Implantation fliessen gezielt in die neue Planung ein und verbessern die Erfolgsaussichten.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass eine fehlgeschlagene erste Implantation eine spätere erfolgreiche Versorgung nicht ausschliesst. Mit präziser Diagnostik, sorgfältiger Vorbereitung und konsequenter Nachsorge bestehen in vielen Fällen gute Voraussetzungen für ein langfristig stabiles Implantat.
Die Häufigkeit der Kontrollen nach einer Implantation ist nicht zufällig, sondern orientiert sich am Heilungsverlauf und an der Belastung des Implantats. Ziel ist es, Auffälligkeiten in der frühen Phase rechtzeitig zu erkennen und später die langfristige Stabilität zuverlässig zu überwachen. Entsprechend lässt sich der Kontrollrhythmus klar strukturieren und in den meisten Fällen gut im Voraus planen.
Empfohlener Kontrollrhythmus nach einer Implantation:
Die erste Kontrolle dient der Beurteilung der Wundheilung und dem frühzeitigen Erkennen möglicher entzündlicher Veränderungen. Die Untersuchung nach 6–8 Wochen zeigt, wie Knochen und Weichgewebe auf das Implantat reagieren. Verläuft die Einheilung unauffällig, reicht im weiteren Verlauf in der Regel eine jährliche Kontrolle aus, um spätere entzündliche oder mechanische Probleme rechtzeitig zu erkennen. Häufigere Kontrollen sind vor allem dann sinnvoll, wenn bekannte Risikofaktoren bestehen, etwa Zähneknirschen, Rauchen oder frühere Komplikationen.
Zahnimplantate bieten eine sichere und langfristig erfolgreiche Lösung zur Versorgung von Zahnverlusten. Wie bei jedem chirurgischen Eingriff können auch hier Risiken auftreten, diese lassen sich jedoch in den meisten Fällen vermeiden oder gut behandeln, wenn sie frühzeitig erkannt werden.
Der Erfolg beruht auf dem Zusammenspiel aus sorgfältiger Planung, fachgerechter Durchführung und konsequenter Nachsorge. Regelmässige zahnärztliche Kontrollen, eine gründliche Mundhygiene sowie das Ernstnehmen von Warnsignalen tragen wesentlich dazu bei, das Risiko von Komplikationen deutlich zu reduzieren.
Wenn Sie Fragen zur Implantation haben oder sich über Ihre Möglichkeiten informieren möchten, nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf. Wir stehen Ihnen für eine persönliche Beratung zur Verfügung.
Die langfristigen Nebenwirkungen von Zahnimplantaten sind in der Regel gering. In äusserst seltenen Fällen kann es zu einer Materialunverträglichkeit kommen, die mit Entzündungen oder Schwierigkeiten bei der Einheilung einhergeht. Ein korrekt eingesetztes und fachgerecht gepflegtes Implantat schädigt weder benachbarte Zähne noch hat es negative Auswirkungen auf das Immunsystem oder den allgemeinen Gesundheitszustand. Langfristige Probleme entstehen meist nicht durch das Implantatmaterial selbst, sondern durch entzündliche Prozesse, unzureichende Mundhygiene oder eine Überlastung des Implantats.
Zahnimplantate gelten als bewährte Lösung, dennoch können – wie bei jedem chirurgischen Eingriff – Risiken auftreten. Dazu zählen entzündliche Reaktionen, Probleme bei der Einheilung oder in seltenen Fällen der Verlust des Implantats. Die meisten dieser Probleme lassen sich jedoch durch sorgfältige Planung, fachgerechte Durchführung und regelmässige Kontrollen gut beherrschen.
In den ersten Tagen oder Wochen nach der Implantation können Schwellungen, Schmerzen oder ein Spannungsgefühl im Operationsbereich auftreten. Auch vorübergehende Gefühlsstörungen sind möglich. Solche Reaktionen sind meist Teil des normalen Heilungsverlaufs und klingen in der Regel von selbst ab. Problematisch wird es, wenn Entzündungszeichen zunehmen oder anhalten.
Spätkomplikationen entwickeln sich häufig schleichend und bleiben lange unbemerkt. Dazu gehören unter anderem periimplantäre Entzündungen, ein langsamer Knochenabbau oder eine nachlassende Stabilität des Implantats. Regelmässige Kontrollen sind entscheidend, um solche Veränderungen frühzeitig zu erkennen.
Das Risiko einer Lockerung oder eines Implantatverlusts ist insgesamt gering, insbesondere wenn das Implantat stabil eingeheilt ist. Faktoren wie Entzündungen, dauerhafte Überlastung oder unzureichende Mundhygiene können dieses Risiko jedoch erhöhen. Wird ein Problem früh erkannt, lässt sich häufig gegensteuern.
Die Nachsorge ist ein zentraler Bestandteil des langfristigen Erfolgs. Regelmässige zahnärztliche Kontrollen und eine gute Mundhygiene tragen dazu bei, Entzündungen oder mechanische Probleme frühzeitig zu erkennen und zu behandeln, bevor sie sich negativ auf das Implantat auswirken.
Warnsignale können anhaltende Schmerzen, Schwellungen, Zahnfleischbluten, ein Rückgang des Zahnfleischs oder ein verändertes Gefühl beim Kauen sein. Auch ein leichtes Wackeln sollte ernst genommen werden. In solchen Fällen ist eine zeitnahe Kontrolle sinnvoll, um mögliche Komplikationen abzuklären.
Unsere Patientenkoordinatoren stehen bereit, um Ihre Anfragen zu beantworten und Ihnen bei jeglichen Anliegen behilflich zu sein. Sei es die Terminvereinbarung, Fragen zu Zahnproblemen oder Informationen zu unseren Preisen - wir sind gerne für Sie da.
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