Zirkonimplantat (Zahnimplantat ohne Metall)
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Zirkonimplantat (Zahnimplantat ohne Metall)

Erfahren Sie mehr über die Vorteile von Zirkonimplantaten sowie die möglichen Nachteile. Alles, was Sie über Zirkonimplantate wissen sollten.

Zirkonimplantat (Zahnimplantat ohne Metall)

Geschrieben von: Dr. Noémi Kovács - Kieferchirurgin

Die Zirkoniumdioxid-Implantate, auch als Zirkonimplantate bekannt, die aus keramischem Material bestehen, sind in den letzten Jahren in der Zahnmedizin immer beliebter geworden. In diesem Artikel stellen wir die Zirkonimplantate, ihre Vorteile, Nachteile, Anwendungsbereiche und die Schritte des Implantationsverfahrens im Detail vor.

Was sind Zirkonimplantate?

Zirkonimplantate sind künstliche Zahnwurzeln, die zur Ersetzung fehlender Zähne verwendet werden und aus Zirkoniumdioxid bestehen. Zirkoniumdioxid ist ein spezielles keramisches Material, das äusserst hart, langlebig und biokompatibel ist, was bedeutet, dass es vom menschlichen Körper gut vertragen wird.

Zirkonimplantate
Zirkonimplantate

Was sind die Vorteile von Zirkonimplantaten?

Zirkonimplantate bieten zahlreiche Vorteile, die sie sowohl für Patienten als auch für Zahnärzte attraktiv machen. Aufgrund ihrer weissen Farbe fügen sie sich besonders im Frontzahnbereich harmonisch in das natürliche Gebiss ein – ein grosser Pluspunkt für alle, denen die Ästhetik ihres Lächelns wichtig ist. Zudem besteht Zirkoniumdioxid aus einem biokompatiblen Material, das vom Körper gut vertragen wird und nur selten allergische oder entzündliche Reaktionen hervorruft. Deshalb stellt es eine ideale Lösung für Menschen mit Metallallergien oder einer Sensibilität gegenüber Titan dar.

Was sind die Nachteile von Zirkonimplantaten?

Obwohl Zirkonimplantate viele Vorteile bieten, gibt es auch einige Nachteile, die berücksichtigt werden müssen:

Zirkoniumdioxid-Implantate sind in der Regel teurer als herkömmliche Titanimplantate. Die Herstellungskosten für Zirkonium sind höher, und diese höheren Kosten spiegeln sich im Endverbraucherpreis wider. Zirkoniumdioxid ist weniger flexibel als Titan. Das bedeutet, dass es zwar äusserst stark und langlebig ist, aber bei grösseren Krafteinwirkungen oder plötzlichen Belastungen eher zum Bruch neigt. Aufgrund der fehlenden Flexibilität erfordert das Einsetzen auch eine höhere Präzision.

Zirkoniumdioxid ist hart, aber weniger biegsam, daher ist es brüchiger als Titan. Wenn es nicht richtig eingesetzt wird oder übermässigen Kräften ausgesetzt ist, besteht ein höheres Bruchrisiko. Dies kann besonders problematisch für Patienten sein, die grössere Kaukräfte ausüben. Das Einsetzen von Zirkonimplantaten erfordert spezielle Techniken und eine höhere Präzision. Nicht alle Zahnärzte verfügen über ausreichende Erfahrung und Ausbildung im Umgang mit Zirkonimplantaten, daher ist es wichtig, einen Fachzahnarzt zu wählen, der auf diesem Gebiet versiert ist. 

Obwohl Zirkonimplantate immer beliebter werden, sind sie auf dem Markt noch relativ neu und es gibt weniger langfristige klinische Daten im Vergleich zu Titanimplantaten. Aus diesem Grund bevorzugen einige Zahnärzte und Patienten möglicherweise die bereits bewährten Titan-basierten Systeme.

Wie ist der Ablauf beim Einsetzen von Zirkonimplantaten?

Das Verfahren zum Einsetzen dieser Implantate ähnelt dem der Titanimplantate. Der Prozess umfasst eine sorgfältige Vorbereitung, die chirurgische Einsetzung, die Heilung und Osseointegration sowie das Anbringen des Aufbaus. 

  1. Der Einsetzungsprozess von Zirkonimplantaten beginnt mit einer gründlichen Vorbereitung. Der Zahnarzt führt eine umfassende Untersuchung durch, die die Beurteilung des Zustands des Mundes und des Kiefers des Patienten umfasst. Zudem können OPG- und DVT-Aufnahmen angefertigt werden, um ein genaues Bild der Knochenstruktur zu erhalten und die optimale Position des Implantats zu planen.
  2. Es folgt die chirurgische Einsetzung, die unter örtlicher Betäubung erfolgt, um dem Patienten minimale Schmerzen zu bereiten. Der Zahnarzt macht einen kleinen Schnitt im Zahnfleisch und bohrt ein Loch in den Kieferknochen, in das das Implantat eingesetzt wird. Um die stabile Verankerung des Implantats sicherzustellen, wird dessen Position sorgfältig überprüft.
  3. Nach der Einsetzung folgt die Heilungsphase, die mehrere Monate dauern kann. In dieser Zeit findet die Osseointegration statt, was bedeutet, dass das Implantat mit dem umgebenden Knochengewebe verwächst. Dieser Prozess ist entscheidend, da er die Stabilität und den langfristigen Erfolg des Implantats gewährleistet.
  4. Nachdem das Implantat vollständig in den Knochen integriert ist, erfolgt der nächste Schritt, das Anbringen des Aufbaus. Schliesslich wird auf den Aufbau eine Krone, Brücke oder eine andere Zahnersatzlösung montiert, die dem Patienten ein natürliches Aussehen und Funktionalität bietet.

Welches ist besser, Zirkon- oder Titanimplantat?

Die Wahl zwischen Zirkon- und Titanimplantaten hängt stark von den individuellen Bedürfnissen und Umständen des Patienten ab. Zirkonimplantate passen aufgrund ihrer ästhetischen Vorteile besser zu den natürlichen Zähnen, insbesondere bei Frontzähnen, und ihre Biokompatibilität führt zu weniger allergischen Reaktionen. Zudem sind sie korrosionsbeständig und neigen weniger zu Plaqueablagerungen, was eine bessere Mundhygiene fördert.

Titanimplantate hingegen bieten mehr Flexibilität und haben sich langfristig als zuverlässig erwiesen, besonders in Fällen, in denen sie grösseren Kräften ausgesetzt sind. Zudem sind Titanimplantate breiter verfügbar und in der Regel kostengünstiger.

In unserer Zahnklinik werden ausschliesslich Titanimplantate eingesetzt. Es lässt sich auf zwei Faktoren zurückführen. Einerseits ist die Frühverlustrate der Zirkonimplantate viel höher als die der Titanimplantate. Andererseits ist der marginale Knochenverlust bei Zirkonimplantaten viel grösser als bei Titanimplantaten.

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Welches ist besser, Keramik- oder Zirkonimplantat?

Auch die Wahl zwischen Keramik- und Zirkonimplantaten hängt von den Bedürfnissen und Prioritäten des Patienten ab. Zirkonimplantate, die eigentlich aus Zirkoniumdioxid bestehen, sind aufgrund ihrer ästhetischen Vorteile besonders beliebt, da ihre weisse Farbe besser zu den natürlichen Zähnen passt und sie über eine hervorragende Biokompatibilität verfügen, die das Risiko allergischer Reaktionen minimiert.

Reine Keramikimplantate bieten ähnliche ästhetische und biokompatible Vorteile, sind jedoch weniger verbreitet und haben eine geringere klinische Basis hinsichtlich langfristiger Zuverlässigkeit. Beide Typen sind harte und widerstandsfähige Materialien, aber Zirkonimplantate bieten oft eine höhere mechanische Festigkeit und Haltbarkeit. Daher hängt die Wahl zwischen Keramik- und Zirkonimplantaten grösstenteils von den ästhetischen Erwartungen des Patienten und der Fachkompetenz des Zahnarztes ab.

Ist Zirkon das gleiche wie Vollkeramik?

Nein, Zirkon und Vollkeramik sind nicht dasselbe, obwohl beide häufig in Zahnimplantaten und Zahnersatz verwendet werden. Zirkon, genauer gesagt Zirkoniumdioxid, ist eine spezielle Art von Keramik, die extrem hart und widerstandsfähig ist und durch ihre weisse Farbe ästhetisch ansprechend für zahnmedizinische Anwendungen ist.

Der Begriff Vollkeramik bezieht sich im Allgemeinen auf eine breitere Kategorie von dentalen Materialien, die aus verschiedenen Arten von Keramiken bestehen können, einschliesslich Zirkoniumdioxid, Aluminiumoxid und anderen keramischen Mischungen. Diese Materialien sind alle biokompatibel und ästhetisch, aber sie haben unterschiedliche mechanische Eigenschaften.

Während Zirkoniumdioxid also eine spezielle Art von Keramik ist, umfasst der Begriff Vollkeramik eine grössere Kategorie, die verschiedene Materialien enthalten kann. Zahnärzte wählen oft zwischen den verschiedenen Keramiken basierend auf der klinischen Situation und den individuellen Bedürfnissen des Patienten.

Wie pflegt man Zirkonimplantate richtig?

Um die Langlebigkeit von Zirkonimplantaten zu gewährleisten, ist eine konsequente Mundhygiene unerlässlich. Es wird empfohlen, die Zähne zweimal täglich mit einer weichen Zahnbürste und fluoridhaltiger Zahnpasta gründlich zu putzen sowie Zahnseide oder Interdentalbürsten zur Reinigung der Zahnzwischenräume zu verwenden. Auch eine antibakterielle Mundspülung kann helfen, Zahnfleischentzündungen vorzubeugen. Regelmässige Kontrollen beim Zahnarzt ermöglichen die Überwachung des Implantatzustands und die professionelle Entfernung von Zahnstein. Zusätzlich ist es ratsam, auf sehr harte Lebensmittel zu verzichten und das Rauchen aufzugeben, da beides das Risiko von Komplikationen deutlich erhöhen kann.

Zusammenfassung

Zirkonimplantate sind künstliche Zahnwurzeln aus Zirkoniumdioxid, einem speziellen keramischen Material, das sich durch seine Härte, Langlebigkeit und Biokompatibilität auszeichnet. Zirkonimplantate sind in der Regel teurer als Titanimplantate und weniger flexibel, was bedeutet, dass sie bei grösseren Krafteinwirkungen eher zum Bruch neigen. Zudem erfordert das Einsetzen von Zirkonimplantaten spezielle Techniken und eine hohe Präzision, die nicht jeder Zahnarzt beherrscht.

Insgesamt bieten Zirkonimplantate eine ästhetisch ansprechende und biokompatible Lösung für den Zahnersatz, die bei richtiger Pflege eine langfristige und zuverlässige Option darstellen kann.

Häufig gestellte Fragen


Wie viel kosten Zirkonimplantate?

Die Preise für Zirkonimplantate variieren, aber sie sind in der Regel teurer als herkömmliche Titanimplantate.

Wie lange dauert der Heilungsprozess eines Zirkonimplantats?

Der Heilungsprozess dauert in der Regel 3 bis 6 Monate. Diese Zeit ist erforderlich, damit das Implantat richtig in den Knochen integriert wird. Die genaue Heilungsdauer kann jedoch von Person zu Person unterschiedlich sein.

Wie schmerzhaft ist das Einsetzen eines Zirkonimplantats?

Das Einsetzen von Zirkonimplantaten erfolgt unter lokaler Betäubung, sodass der Patient während des Eingriffs minimale Schmerzen verspürt. Nach dem Eingriff können einige Tage lang leichte Schmerzen und Schwellungen auftreten, die mit Schmerzmitteln behandelt werden können. Die meisten Patienten können innerhalb weniger Tage zu ihren normalen Aktivitäten zurückkehren.

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