Ich habe etwas Angst vor chirurgischen Eingriffen, deshalb wurde ich aufmerksam, als ich den Begriff „implantieren ohne Operation“ gelesen habe. Funktioniert das tatsächlich? Was bedeutet es genau, wenn etwas ohne Operation durchgeführt wird, obwohl es sich um ein Implantat handelt? Ich möchte den Unterschied verstehen, bevor ich mich zu sehr darauf einlasse.
Liebe Frau Widmer
Es ist absolut verständlich, dass die Idee einer weniger invasiven Lösung ansprechend wirkt – besonders dann, wenn man sich vor chirurgischen Eingriffen sorgt. Der Begriff „Implantation ohne Operation“ führt jedoch oft zu Missverständnissen: Gemeint ist nicht, dass der chirurgische Teil ganz entfällt, sondern dass der Eingriff dank moderner Technik deutlich schonender ablaufen kann.
Die klassische Vorgehensweise – also das Öffnen des Zahnfleisches, die Freilegung des Knochens und das Einsetzen des Implantats – bleibt weiterhin die Grundlage der meisten Behandlungen. Was vielerorts als „ohne Operation“ beworben wird, ist in Wahrheit eine sogenannte „flapless“-Technik. Dabei wird das Zahnfleisch nicht aufgeschnitten, sondern lediglich punktuell eröffnet, durch diese kleine Öffnung erfolgt dann das Einsetzen. Das kann schonender sein, mit schnellerer Heilung und weniger Schwellungen, setzt aber ideale Bedingungen voraus: ausreichend Knochen und günstige anatomische Verhältnisse.
Unverzichtbar ist in solchen Fällen eine präzise 3D-Planung auf Basis einer DVT-Aufnahme, weil eine direkte Sichtkontrolle nicht möglich ist. Häufig wird zusätzlich eine chirurgische Schablone eingesetzt, damit das Implantat millimetergenau positioniert werden kann.
Wichtig ist, dass diese „minimalinvasive“ Methode nicht in jedem Fall möglich und auch nicht grundsätzlich überlegen ist. Nach unseren Erfahrungen ist auch die klassische Technik – wenn sie gut vorbereitet und sorgfältig durchgeführt wird – viel weniger belastend, als viele Patienten zunächst annehmen.
Freundliche Grüsse
Zahnimplantat Experten
Dabei handelt es sich in Wahrheit um eine sogenannte „flapless“-Technik, bei der das Zahnfleisch nicht aufgeschnitten, sondern nur punktuell eröffnet wird. Das Implantat wird durch diese kleine Öffnung eingesetzt, was schonender sein kann. Allerdings ist dies nur bei bestimmten Voraussetzungen möglich.
Da nur ein kleiner Zugang geschaffen wird, ist die Heilung oft schneller und mit weniger Schmerzen verbunden. Auch Schwellungen und Beschwerden fallen meist geringer aus als bei der klassischen Methode. Für Patienten mit idealen Voraussetzungen kann das eine attraktive Option sein.
Nur dann, wenn ausreichend Knochen vorhanden ist und die anatomischen Bedingungen günstig sind. In solchen Fällen ist eine präzise 3D-Planung und oft auch eine chirurgische Schablone notwendig, um millimetergenau zu arbeiten. Fehlen diese Voraussetzungen, ist die klassische Methode sicherer.
Bei der klassischen Technik wird das Zahnfleisch geöffnet und der Knochen freigelegt, was eine direkte Sichtkontrolle ermöglicht. Bei der flapless-Technik wird lediglich ein kleiner Zugang geschaffen, ohne vollständige Freilegung. Das ist schonender, bietet aber nicht in jedem Fall die gleiche Kontrolle.
Nicht unbedingt, denn beide Verfahren sind sicher, wenn sie korrekt durchgeführt werden. Die flapless-Technik ist nur in bestimmten Fällen möglich, während die klassische Methode universell einsetzbar und seit Jahrzehnten bewährt ist. Unsere Erfahrung zeigt, dass ein gut vorbereitetes klassisches Vorgehen oft viel weniger belastend ist, als Patienten anfangs vermuten.
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