Ich nehme seit mehreren Jahren Medikamente gegen Osteoporose und überlege nun, mir ein Zahnimplantat setzen zu lassen. Mein Zahnarzt hat erwähnt, dass bestimmte Medikamente die Knochenheilung beeinflussen können. Deshalb bin ich unsicher, ob das bei mir überhaupt möglich ist. Kann man ein Implantat bekommen, wenn man wegen Osteoporose behandelt wird?
Liebe Frau Keller
Sie sprechen ein sehr wichtiges und verantwortungsbewusstes Thema an. Osteoporose und die damit verbundenen Medikamente können tatsächlich die Knochenheilung beeinflussen – Ihre Vorsicht ist daher völlig berechtigt. Die gute Nachricht ist: In den meisten Fällen ist eine Implantation auch bei Osteoporose gut möglich, sofern sie sorgfältig geplant und individuell abgeklärt wird.
Osteoporose selbst ist kein Ausschlusskriterium für Zahnimplantate, da sich die Knochenstruktur im Kiefer anders verhält als im übrigen Körper. Die eigentliche Herausforderung liegt meist in der medikamentösen Behandlung. Bestimmte Osteoporose-Medikamente – insbesondere Bisphosphonate und Wirkstoffe wie Denosumab – können den natürlichen Knochenregeneration verlangsamen. Das ist relevant, weil die Einheilung eines Implantats (Osseointegration) genau auf diesem Prozess basiert.
Das bedeutet jedoch nicht, dass eine Implantation ausgeschlossen ist. In den meisten Fällen ist sie problemlos möglich, vor allem wenn das Medikament oral eingenommen wird und die Behandlungsdauer nicht zu lang ist. Wichtig ist die enge Zusammenarbeit zwischen Zahnarzt und behandelndem Arzt, um das individuelle Risiko zu bewerten und – falls erforderlich – die Medikation vorübergehend anzupassen.
Wir führen in solchen Fällen stets eine umfassende 3D-Knochenanalyse durch. Wenn die Knochenstruktur ausreichend stabil ist, kann das Implantat sicher gesetzt werden. Nach unseren Erfahrungen verläuft die Heilung bei Patienten mit Osteoporose in der Regel genauso gut wie bei gesunden Knochenverhältnissen, solange die Belastung des Implantats schrittweise aufgebaut wird.
Zusammenfassend gilt: Osteoporose schliesst eine Implantation nicht aus – sie erfordert lediglich eine sorgfältige medizinische Abstimmung und eine präzise, individuelle Planung. Mit der richtigen Vorbereitung lassen sich ebenso stabile und langlebige Ergebnisse erzielen wie bei Patienten ohne Knochenerkrankung.
Freundliche Grüsse
Zahnimplantat Experten
Ja, in den meisten Fällen kann ein Implantat auch bei bestehender Osteoporose sicher eingesetzt werden. Entscheidend sind eine gründliche Voruntersuchung und die enge Zusammenarbeit zwischen Zahnarzt und behandelndem Arzt. Osteoporose selbst ist kein Ausschlusskriterium – der Einfluss hängt vielmehr von der Art der Medikamente ab, da einige Mittel die Knochenheilung verlangsamen können.
Vor allem Bisphosphonate und Präparate mit dem Wirkstoff Denosumab sind hier zu nennen. Diese können den natürlichen Heilungsprozess des Knochens verlangsamen – ein Vorgang, der für die Einheilung des Implantats (Osseointegration) entscheidend ist. Deshalb sollten Zahnarzt und behandelnder Arzt die Medikation vor einer Implantation immer gemeinsam besprechen.
Nein. Wenn das Medikament oral eingenommen wird und nicht in Form von Injektionen, ist eine Implantation in den meisten Fällen problemlos möglich. Der Eingriff wird individuell geplant und die Heilungsphase besonders sorgfältig überwacht.
Das entscheidet ausschliesslich der behandelnde Arzt. In bestimmten Fällen kann es sinnvoll sein, das Medikament vorübergehend zu pausieren oder die Dosierung anzupassen – jedoch nur unter ärztlicher Kontrolle.
Bei sorgfältiger Planung und präziser Durchführung kann ein Implantat genauso stabil und dauerhaft sein wie bei gesunder Knochenstruktur. Regelmässige Kontrollen und eine schrittweise Belastung tragen dazu bei, dass das Implantat langfristig sicher und fest im Knochen verankert bleibt.
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